
Berlin (dpa/bb) – Éric Dubois steht vor seiner ersten echten Bewährungsprobe als Cheftrainer der Eisbären Berlin. Am Freitag bestreitet der deutsche Eishockey-Meister sein erstes Pflichtspiel unter der Regie des 56 Jahre alten Kanadiers. In der Champions Hockey League (CHL) treten die Hauptstädter beim Schweizer Spitzenclub Genève-Servette HC an (19.45 Uhr/Sportdeutschland.tv).
Für Dubois hat der Europapokal besonderen Reiz – schließlich wäre der Titel ein Novum für die Berliner, die in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zuletzt dreimal hintereinander Meister wurden. «Wenn es eine Trophäe gibt, die der Verein noch nie gewonnen hat, ist es diese. Das haben wir den Spielern eingepflanzt», sagte er nach dem 3:1-Sieg gegen die Lausitzer Füchse im letzten Testspiel am vergangenen Sonntag. «Die Liga ist natürlich das Wichtigste, aber wenn alles gut läuft und wir von Verletzungen verschont bleiben – warum nicht?»
Auf die Berliner warten zwei Schweizer Spitzenclubs
Auf den Nachfolger von Serge Aubin warten nun zwei echte Prüfsteine. In der CHL müssen die Eisbären nach dem Auftaktspiel in Genf am Sonntag beim HC Davos antreten. Teams aus der Schweiz spielten generell «mit hohem Tempo», warnte der Trainer. «Wir müssen viel schneller von der Defensive auf Offensive umschalten und umgekehrt.»
Doch darauf sind die Berliner vorbereitet. «Die Spieler haben in den vergangenen beiden Wochen wirklich intensiv für diese Spiele trainiert», so Dubois. Nach der Saisonvorbereitung, in der die Eisbären gegen den EV Zug (0:2), die Augsburger Panther (7:0) und den Zweitligisten aus Weißwasser ansprechende Leistungen zeigten, sind jedoch noch Fragen offen.
Darunter ist die Hierarchie im Tor. Die Neuzugänge Jack LaFontaine und Jonas Neffin, die das bewährte Goalie-Duo Jake Hildebrand und Jonas Stettmer ersetzen sollen, wechselten sich in den Testspielen ab. Unklar ist zudem, wann die verletzten Angreifer Frederik Tiffels, Patrick Khodorenko und Lean Bergmann wieder einsatzfähig sein werden.
