Berlin (dpa/bb) – Erneut soll in Berlin auf einen Gastro-Betrieb geschossen worden sein. Der Besitzer eines Restaurants in Moabit stellte am frühen Sonntagnachmittag Einschlusslöcher an seinem Lokal in der Gotzkowskystraße fest und alarmierte die Polizei, wie diese mitteilte. Wann die Schüsse fielen, ist unklar. Das Restaurant habe zuletzt am Vorabend geöffnet gehabt, hieß es. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauerten an.
In der Hauptstadt fallen seit Monaten immer wieder Schüsse auf Geschäfte. Betroffen sind Restaurants, Barbier-Betriebe, Cafés oder Spätis. Auch auf Menschen wurde geschossen, zuletzt vor wenigen Tagen direkt vor einer Polizeiwache ebenfalls in Moabit. Ein 22-Jähriger wurde angeschossen und schwer verletzt. Nach Erkenntnissen der Polizei soll er nicht das eigentliche Ziel des Angriffs gewesen sein.
Die Polizei ermittelt in vielen dieser Fälle im Bereich der organisierten Kriminalität und hat dafür eine spezielle Ermittlungsgruppe namens «Ferrum» (lateinisch für Eisen) beim Landeskriminalamt gegründet.

