Laufenberg: «Es geht nun darum, die Kultur nach einer Phase der harten und oftmals kurzfristigen Einschnitte wieder zu stärken und langfristig zu stabilisieren.» (Archivbild)
Laufenberg: «Es geht nun darum, die Kultur nach einer Phase der harten und oftmals kurzfristigen Einschnitte wieder zu stärken und langfristig zu stabilisieren.» (Archivbild) Foto: Annette Riedl/dpa

Berlin (dpa/bb) – Die Intendantin des Deutschen Theaters appelliert an den Berliner Finanzsenator Stefan Evers (CDU), bei der Übernahme des Kulturressorts die Kultur zu stärken. Als Finanzsenator wisse er um die finanzielle Lage der Berliner Kulturszene und auch um die enormen Transformationsleistungen, die die Berliner Kulturinstitutionen in den vergangenen Monaten erbracht hätten, teilte Intendantin Iris Laufenberg mit.

«Es geht nun darum, die Kultur nach einer Phase der harten und oftmals kurzfristigen Einschnitte wieder zu stärken und langfristig zu stabilisieren. Die begonnenen Prozesse müssen im transparenten Dialog und auf Augenhöhe mit den Kulturinstitutionen weitergeführt, die Zukunft des Kulturstandorts Berlin darf nicht gefährdet werden.»


«Hoffe, dass Kombination beider Ressorts Gewinn sein wird»

Nach dem Rücktritt der bisherigen Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) soll Finanzsenator Evers die Leitung der Senatskulturverwaltung mitübernehmen. «Die Kultur in Berlin ist und bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor», teilte Laufenberg mit. «Ich hoffe, dass die Kombination dieser beiden Ressorts ein Gewinn für die Berliner Kulturszene sein wird.»

Theaterchef Martin Woelffer von der Komödie am Kurfürstendamm teilte auf Anfrage mit: «Ich halte Stefan Evers für sehr kompetent und freue mich über die Zusammenarbeit in dieser für die Komödie am Kurfürstendamm entscheidenden Phase. Es ist wichtig für Berlin, dass die Kultur eine starke Stimme hat.» Das Theater ist seit mehreren Jahren auf Ausweichquartiere angewiesen, bis es in einen Neubau am Kurfürstendamm ziehen kann.