Das Spiel Dresden gegen Hertha BSC im April wurde von Ausschreitungen überschattet. (Archivbild)
Das Spiel Dresden gegen Hertha BSC im April wurde von Ausschreitungen überschattet. (Archivbild) Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Die Ausschreitungen beim Zweitligaspiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC am 4. April hat deutliche Folgen für beide Clubs. Die Berliner müssen 152.000 Euro Strafe zahlen, Dynamo 91.200 Euro. Zudem werden bei den nächsten beiden Dynamo-Heimspielen die Fans teilweise ausgesperrt. Das zweite Spiel wird dabei allerdings zur Bewährung bis zum Sommer 2027 ausgesetzt. Das Urteil des DFB-Sportgerichts teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. 

Beim 1:0-Sieg der Hertha in Dresden wurde das Spiel gleich zu Beginn fast fünf Minuten wegen des massiven Einsatzes von Pyrotechnik im Gästeblock unterbrochen. Im dichten Nebel klauten Dynamo-Anhänger ein Hertha-Banner. Daraufhin kam es zu Ausschreitungen im Innenraum. Pyrotechnik wurde in beide Fanblöcke geschossen. Die Polizei musste eingreifen, das Spiel war erneut knapp 20 Minuten unterbrochen. 


DFB-Vorwurf: Pyrotechnik als Waffe

«Ich kann mich an kaum einen Fall erinnern, bei dem Pyrotechnik in einem solchen Ausmaß als Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde. Das ist nicht tolerierbar, dafür kann es keine Entschuldigung, keine Ausrede und auch keine Nachsicht geben. Damit wurde eine Grenze überschritten», begründete der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Stephan Oberholz, das Urteil.

Dagegen wird Dynamo nun Einspruch einlegen. «Gerade mit Blick auf einen Teilausschluss der Zuschauer als Kollektivstrafe sehen wir das dringende Bedürfnis, unsere Argumentationen und Präventivmaßnahmen persönlich zu präsentieren», sagte Stephan Zimmermann, Geschäftsführer Dynamos. Von der Blocksperre wären auch die Ultras und 9000 Stehplätze in den Fanblöcken betroffen.