Demonstration gegen Syriens Präsidenten am Brandenburger Tor in Berlin.
Demonstration gegen Syriens Präsidenten am Brandenburger Tor in Berlin. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlin (dpa/bb) – Etwa tausend Demonstranten haben in Berlin gegen die syrische Übergangsregierung und den Präsidenten Ahmed al-Scharaa demonstriert. Am Nachmittag versammelten sie sich am Brandenburger Tor nahe dem Regierungsviertel. «Keinen Empfang für den Islamisten Ahmed al-Scharaa in Berlin», lautete der Titel der Kundgebung. Auf Plakaten stand unter anderem «Der Terrorist bleibt ein Terrorist». 

Die Polizei sprach zunächst von 800 Demonstranten, zugleich gab es weiteren Zustrom. Der Besuch von Al-Scharaa am Montag in Deutschland und das geplante Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin waren von syrischer Seite kurzfristig abgesagt worden. Besonders kurdische und alawitische Gemeinden in Deutschland werfen der syrischen Regierung die gewaltsame Unterdrückung ethnischer und religiöser Minderheiten vor. 


Das «Kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit – Civaka Azad» kritisierte, die Regierung werde «aktuell für schwerwiegende Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht». Al-Scharaa sei Anführer einer islamistischen Terrororganisation.