
Berlin (dpa/bb) – Das Demonstrationsprogramm zum Christopher Street Day (CSD) in Berlin soll in diesem Jahr erstmals auf einen zweiten Tag erweitert werden. Schon am 24. Juli, dem Freitagabend vor der großen CSD-Parade, ist eine Demonstration am Brandenburger Tor geplant, wie die Veranstalter mitteilten. Angekündigt wurde ein «abwechslungsreicher Demokratieabend» mit künstlerischen Auftritten und politischen Beiträgen. Das genaue Programm solle noch bekanntgegeben werden.
Mit Blick auf die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September rufen die CSD-Veranstalter dazu auf, Haltung zu zeigen «für eine offene Gesellschaft, für demokratische Werte und für die Gleichberechtigung queerer Menschen». Das diesjährige Motto laute daher «Haltung ist hot».
Reaktion auf extremistische Aktionen
Die ganze Kampagne zum CSD betone: «Haltung ist sexy. Haltung ist cute.» Gemeinsam zeige man Haltung beim Berliner CSD 2026. Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Stadtgesellschaft und Community sollten dazu ermutigt werden, Haltung zu zeigen, so die Veranstalter.
Reagiert werde damit auch auf extremistische Aktionen gegen die schwul-lesbische Szene. «Einige Kräfte wünschen sich, dass wir leiser oder kleiner werden. Das Gegenteil ist der Fall.» Zugleich wolle man junge Menschen motivieren, zur Wahl zu gehen. Erstmals dürften auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus abgeben.
Große Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor
Die CSD-Parade soll am Samstag, 25. Juli, von der Leipziger Straße über den Potsdamer Platz, Nollendorfplatz und die Klingelhöferstraße bis zum Brandenburger Tor führen. Dort ist eine große Abschlusskundgebung geplant.
Im vergangenen Jahr feierten und demonstrierten mehrere Hunderttausend Menschen beim Berliner CSD. Zahlreiche Menschen waren bunt kostümiert und tanzten zu Musik, viele trugen auch Plakate mit Parolen. Das Motto lautete «Nie wieder still» und richtete sich gegen Hass, Ausgrenzung und rechtsextreme Tendenzen. In anderen Städten finden die CSD-Paraden an anderen Wochenenden statt.