Berlins Finanzsenator Stefan Evers soll neuer Spitzenkandidat der CDU für die Abgeordnetenhauswahl werden.
Berlins Finanzsenator Stefan Evers soll neuer Spitzenkandidat der CDU für die Abgeordnetenhauswahl werden. Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlin (dpa) – Der Landesvorstand der Berliner CDU kommt am späten Montagnachmittag zusammen. Bei dem Treffen soll Finanzsenator Stefan Evers als neuer CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl nominiert werden. Das teilte der CDU-Landesverband auf dpa-Anfrage mit. 

Die CDU-Kreisvorsitzenden hatten Evers am Freitag dafür vorgeschlagen. Zuvor hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner seinen Rückzug von der Spitzenkandidatur erklärt. 


Abstimmung bei einem Parteitag ist nicht notwendig

Evers muss danach als Spitzenkandidat nicht noch bei einem Landesparteitag gewählt werden. Die Kandidatur ist wahlrechtlich gesehen kein formelles Amt. Eine Bestätigung in diesem Rahmen ist möglich und oft aus Gründen der politischen Inszenierung erwünscht, aber nicht vorgeschrieben. 

Wegner selbst war erst am 9. Juni auf einem Parteitag mit knapp 93 Prozent zum Spitzenkandidaten gewählt worden. Der Spitzenkandidat übernimmt im Fall seines Wahlsiegs üblicherweise das Amt des Regierenden Bürgermeisters. Bis zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September sind es nur noch gut zwei Monate.