
Fürstenwalde (dpa/bb) – Nach einer AfD-Veranstaltung in Fürstenwalde am Tag der Einheit untersucht die Polizei den Verdacht, dass eine unangenehm riechende Substanz auf dem Gelände verteilt wurde. Die Polizei habe dazu Bodenproben genommen, die das Landeskriminalamt auswerte, sagte ein Polizeisprecher. Es soll geklärt werden, ob es sich um Buttersäure oder eine andere Substanz handelt.
Menschen, die sich auf dem Gelände aufgehalten hätten, klagten über gesundheitliche Beschwerden, sagte der Sprecher. Es seien drei Anzeigen eingegangen. Vor Monaten hatte in Rheinland-Pfalz eine übelriechende Substanz vor einer Wahlkampfveranstaltung der AfD einen Feuerwehr-Einsatz ausgelöst.
Kleidungsstück mit Neonazi-Band
Zudem hat die Polizei Ermittlungen eingeleitet, weil ein Teilnehmer der AfD-Versammlung am 3. Oktober in Fürstenwalde ein Kleidungsstück mit der Aufschrift «Landser» trug. Der Staatsschutz prüfe einen Anfangsverdacht wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Neonazi-Band «Landser» wurde vor Jahren vom Kammergericht Berlin als kriminelle Vereinigung verboten.
Zudem ermittelt die Polizei wegen Attacken und Auseinandersetzungen mit Youtubern während der AfD-Veranstaltung auf einer Wiese in Fürstenwalde. Auch Thüringens AfD-Landesvorsitzender Björn Höcke hielt dort eine Rede.
