
Nennhausen/Potsdam (dpa) – Mit einer Millionenförderung soll der Schutz für bedrohte Großtrappen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt verbessert werden. Der Förderverein Großtrappenschutz in Nennhausen im Kreis Oberhavel erhält bis 2032 Bundesmittel in Höhe von 6,4 Millionen Euro aus dem Nationalen Artenhilfsprogramm, wie das Agrar- und Umweltministerium in Potsdam mitteilte. Die Vögel kommen deutschlandweit nur in Brandenburg und in Sachsen-Anhalt vor.
Die Großtrappe, auch als «Märkischer Strauß» bezeichnet, gehört zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Ausgewachsene Männchen können bis zu 17 Kilogramm wiegen.
Inzwischen mehr als 300 Großtrappen
Ziel des Förderprojekts ist es, den Bestand der Großtrappe langfristig auszubauen – etwa mit mehr Bruterfolgen, Auswilderungen und der Sicherung des Lebensraums für die Vögel. Sie kommen dem Ministerium zufolge im Havelländischen Luch und den Belziger Landschaftswiesen in Brandenburg sowie dem Fiener Bruch und dem Zerbster Land in Sachsen-Anhalt vor. Laut Förderverein gibt es in diesen Gebieten insgesamt 305 Großtrappen (Stand März 2026). Auch ein intensives Monitoring der Brutplätze gehört zum Projekt.
Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) sagte: «Der „märkische Strauß“ ist längst mehr als nur ein Symbol für die Natur Brandenburgs – er ist ein Botschafter für unsere Naturlandschaften.» Aufwendige Schutzbemühungen in den vergangenen Jahren sicherten den Bestand der Vogelart.
Unter anderem die intensive Landwirtschaft und die Zergliederung der Landschaft hatten die Tiere in Deutschland fast ausgerottet. Ende des 20. Jahrhunderts war die Großtrappe fast ausgestorben.