
Berlin (dpa/bb) – Das Interesse an der Stimmabgabe per Brief für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hat leicht zugenommen. Bisher wurden (Stand 30. August) nach Angaben des Landeswahlamts 556.631 Wahlscheine ausgestellt, mit denen Briefwahl möglich ist. Das sind rund 7.829 mehr als zum entsprechenden Zeitpunkt bei der Abgeordnetenhauswahl 2023. Diese Zahlen veröffentlicht der Landeswahlleiter fortlaufend.
Rund 2,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner dürfen bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September ihre Stimme abgeben. Anträge für die Briefwahl in Berlin sind bis zum 18. September (15.00 Uhr) möglich. Die Wahlunterlagen mit dem Stimmzettel müssen bis allerspätestens am Wahltag um 18.00 Uhr eingetroffen sein – sonst werden sie nicht berücksichtigt.
Für die Briefwahl gibt es verschiedene Varianten
Eine berlinweite zentrale Stelle für das Beantragen der Briefwahl gibt es nicht, zuständig sind jeweils die Bezirke. Die Briefwahlunterlagen werden durch das zuständige Bezirkswahlamt ausgestellt. Die Adressen finden sich auf den Websites der Bezirksämter.
Die Unterlagen müssen für die Briefwahl nicht in jedem Fall per Post zurückgeschickt werden. Briefwahl ist auch in einer Briefwahlstelle des Bezirks möglich. Der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler ist in den vergangenen zehn Jahren bundesweit und auch in Berlin deutlich gestiegen. Landeswahlleiter Stephan Bröchler rechnet nach eigenen Angaben diesmal mit einem Anteil um 45 Prozent.
Zu den Briefwahlunterlagen gehören nach Angaben der Landeswahlleitung ein Wahlschein und die amtlichen Stimmzettel, ein weißer Stimmzettelumschlag, ein roter Wahlbriefumschlag und ein Merkblatt für die Briefwahl. Parallel zum Abgeordnetenhaus werden auch die Bezirksverordnetenversammlungen gewählt.
