Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann setzt mehrere Maßnahmen gegen Lehrermangel ein. (Archivbild)
Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann setzt mehrere Maßnahmen gegen Lehrermangel ein. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa

Potsdam (dpa/bb) – Brandenburg will auch mit ungewöhnlichen Möglichkeiten den Lehrermangel lindern. Nach Angaben von Bildungsminister Gordon Hoffmann wird auch Fernunterricht geprüft. «Das ist etwas, was wir durchaus prüfen», sagte der CDU-Politiker in der RBB-Sendung «Brandenburg Aktuell». Er nannte ein Modellprojekt an Berufsschulen als Beispiel.

So arbeiten die Oberstufenzentren Prignitz und Cottbus zusammen. «Wir haben zwei Klassen, die parallel Unterricht haben und nur in einer Klasse ist ein Lehrer», sagte er. Dafür seien Kameras, Bildschirme, ein stabiles Internet und synchronisierte Unterrichtszeiten nötig. Das sei eine Herausforderung in vielen Teilen Brandenburgs, da sich der Unterrichtsbeginn am Schülernahverkehr orientiere. Als Rezept gegen Lehrermangel werden auch zunehmend Seiteneinsteiger eingesetzt.


Der Minister hatte angekündigt, dass das Land vor dem bisher größten Lehrerdefizit steht. Er könne nicht garantieren, die Absicherung der Stundentafel zum nächsten Schuljahr im bisherigen Maße hinzubekommen. Die Zahl der Lehrerstellen im Haushalt 2025 war um 345 Vollzeitstellen gesunken. Die neue SPD/CDU-Koalition will 250 zusätzliche Stellen schaffen. Hoffmann sagte aber auch: «Leider ist es so, dass mittlerweile der Arbeitsmarkt ziemlich leergefegt ist und wir ganz oft keinen finden.»