
Berlin (dpa/bb) – Ein Beamter des Bundeskriminalamts soll in einem Zug der Deutschen Bahn eine Überwachung vorgetäuscht haben, um kostenlos zu reisen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin war der 25-Jährige im Mai vergangenen Jahres am Berliner Ostbahnhof mit großem Gepäck in einen ICE in Richtung Basel eingestiegen.
Dabei habe er dem Zugführer seinen Dienstausweis des Bundeskriminalamts vorgezeigt und angegeben, gemeinsam mit einem Kollegen eine Observation durchzuführen. Tatsächlich sei er jedoch nicht mit der Durchführung von Observationen beauftragt gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Während der Zugfahrt soll der Mann überwiegend einen Film auf seinem Telefon angesehen haben. Da zudem kein weiterer «Kollege» zustieg, meldete der Zugführer den Vorfall der Bundespolizei.
Der Angeschuldigte musste in Hannover den Fahrpreis in Höhe von 69,99 Euro nachzahlen. Nun muss er sich wegen versuchten Betruges im besonders schweren Fall vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten.