Dresden/Berlin (dpa) – Die Sächsische Landesbibliothek in Dresden und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin haben 43 Bücher an Nachfahren des jüdischen Bankiers Julius Hellmann (1877-1956) zurückgegeben. Es habe sich um NS-Raubgut gehandelt, teilten die Bibliotheken mit. Die Bücher konnten anhand von Besitzvermerken ihrem ursprünglichen Eigentümer zugeordnet werden.
Hellmann sei als Bankier und Generalkonsul in Berlin tätig gewesen und während des Nationalsozialismus verfolgt worden. Er floh in die Niederlande und überlebte im Untergrund den Holocaust. Wann seine umfangreiche Bibliothek enteignet wurde, sei bislang nicht bekannt. Aus Berlin wurden 37 Bücher zurückgeben, weitere 6 wurden durch Nachforschungen in Dresdner Beständen gefunden und restituiert.
