Gerade wenn es kalt ist, kann an den Futterstellen viel los sein. (Symbolbild)
Gerade wenn es kalt ist, kann an den Futterstellen viel los sein. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Berlin/Hilpoltstein (dpa) – Welche Vögel zeigen sich am Futterhaus? Das sollen Bürgerinnen und Bürger von Freitag bis Sonntag (9. bis 11. Januar) wieder bei der «Stunde der Wintervögel» beobachten. Bereits zum 16. Mal rufen der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Bayern und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) gemeinsam zu der Mitmachaktion auf. Diese erhoffen sich dadurch Erkenntnisse darüber, wie sich die Vogelwelt von Jahr zu Jahr verändert.

Welche Vögel können beobachtet werden?

Wegen der frostigen Temperaturen stehen die Chancen gut, dass sich viele Vögel an den Futterstellen zeigen. «Sind Samen in den Wäldern rar oder durch Frost und Schnee nicht zugänglich, weichen viele Arten auf Gärten oder Parks aus», erläutert die LBV-Biologin Angelika Nelson. 


Typische Wintervögel sind heimische Arten wie Haus- und Feldsperling, Kohl- und Blaumeise, Amsel oder Rotkehlchen. Es können aber auch Wintergäste aus Skandinavien wie Bergfinken und Erlenzeisige auftauchen, die hierzulande überwintern. In den vergangenen milden Wintern seien zudem Zugvögel wie Zilpzalp, Mönchsgrasmücke oder Star hier geblieben, statt weiter in den Süden zu ziehen, erläutert Nelson. 

Wie funktioniert die Mitmachaktion genau?

Wer mitmachen möchte, soll in dem Zeitraum eine Stunde lang die Vögel im Garten, am Balkon, vor dem Fenster oder im Park zählen und über das Meldeformular auf der Projekt-Homepage, per App oder beim LBV per Post melden. Dabei notiert man von jeder Art die höchste Anzahl, die während dieser Stunde zum selben Zeitpunkt zu sehen ist. 

Auf keinen Fall sollte man dem Nabu zufolge die in dem Zeitraum beobachteten Vögel einfach zusammenzählen. Sonst besteht die Gefahr, dass diese mehrfach erfasst werden. Wichtig ist außerdem, dass man von einem festen Ort – also nicht beim Spazierengehen – zählt. 

Was gibt es Neues?

Ein besonderes Augenmerk legt der LBV in diesem Jahr auf die Vögel in der Stadt. Traditionell beteiligen sich nach dessen Angaben an der Mitmachaktion mehr Menschen, die auf dem Land leben. Vogelarten wie die Amsel haben aber Städte für sich als Lebensraum entdeckt. «Parks und Gärten in Städten bieten oft ein ganzjähriges Nahrungsangebot, besonders wenn es dort Futterstellen gibt» erläutert Nelson. Außerdem sei es in den Städten wärmer, was den Vögeln beim Überleben im Winter helfe.