Die Polizei ermittelt am Brandort.
Die Polizei ermittelt am Brandort. Foto: Michael Ukas/dpa

Berlin (dpa/bb) – Nach dem Stromausfall im Südwesten Berlins hat der Betreiber Stromnetz Berlin die Zahl der Betroffenen präzisiert: Es seien 45.400 Haushalte und 2.200 Betriebe, sagte Sprecher Henrik Beuster der Deutschen Presse-Agentur am späten Vormittag auf Anfrage. Auch Pflegeheime und Krankenhäuser seien betroffen, ergänzte er. Kliniken seien meist sehr gut auf Stromausfälle vorbereitet, das sei etwas «was sie üben und was sie können», sagte der Sprecher. 

Da auch Heizungen meist nur mit Strom funktionierten – zum Beispiel für Pumpen oder Regler – sei es sehr wahrscheinlich, dass auch Menschen im Kalten säßen, sagte Beuster weiter. Teams von Stromnetz Berlin seien dabei, die Versorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen. Wann es so weit sei, könne er aber noch nicht sagen.


Der Stromausfall seit etwa 6.00 Uhr morgens betrifft die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Ursache ist nach ersten Erkenntnissen der Brand einer Kabelbrücke über den Teltowkanal, der mehrere Kabel zum nahegelegenen Kraftwerk Lichterfelde beschädigte. Das Feuer ist gelöscht. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Brandstiftung.