SPD-Landesvorsitzender Steffen Krach sieht seine Partei vor schwierigen Gesprächen.
SPD-Landesvorsitzender Steffen Krach sieht seine Partei vor schwierigen Gesprächen. Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlin (dpa/bb) – Die Berliner Sozialdemokraten halten Sondierungsgesprächen mit der Linke schon bald für möglich. Die SPD warte den Linke-Parteitag am Freitag ab, sagte der SPD-Landesvorsitzende Steffen Krach am Nachmittag nach seiner Nominierung als neuer SPD-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus. Er gehe davon aus, dass es dort keine Entscheidung gegen Sondierungen gebe und die Linke danach zu Gesprächen einlade. 

Der Erfolg der Sondierungen ist aus Krachs Sicht aber nicht selbstverständlich. «In einer Demokratie gibt es immer die Variante Opposition», sagte er. «Wenn man in Sondierungen geht oder dann später in Koalitionsverhandlungen, weiß man am Anfang nie, ob das was wird. Und es gibt durchaus sehr hohe Hürden», so der SPD-Politiker. «Ehrlich gesagt, die letzten Tage waren jetzt auch nicht so, dass sie absolut vertrauensbildend waren, wenn ich mir die einzelnen Diskussionen angucke.» 


Zu einer rechnerisch möglichen Koalition mit CDU und Grünen sagte Krach: «Wir haben keinen Regierungsauftrag. Aber wenn die CDU mich einlädt, dann werde ich natürlich auch mit denen ins Gespräch kommen.» 

Die Parteien dieser Koalitionsvariante hätten rechnerisch nur eine knappe Mehrheit und zusammen bei der Wahl deutlich verloren, argumentierte Krach. «Ich glaube, dass es nicht so einfach ist zu vermitteln. Und deswegen, es gibt einen klaren Wahlsieger, und das kann man doof finden, aber es ist nun mal Fakt.»