Spitzenkandidat und Parteichef Christoph Meyer will die Berliner FDP zurück in das Abgeordnetenhaus bringen. (Archivbild)
Spitzenkandidat und Parteichef Christoph Meyer will die Berliner FDP zurück in das Abgeordnetenhaus bringen. (Archivbild) Foto: Christophe Gateau/dpa

Berlin (dpa/bb) – Die Berliner FDP hat ihren Vorsitzenden Christoph Meyer im Amt bestätigt. Auf einem Parteitag in Neukölln stimmten 81,8 Prozent der Delegierten für den 50-Jährigen, der keinen Gegenkandidaten hatte. 

Der Jurist Meyer war bereits von 2010 bis 2012 FDP-Landesvorsitzender und ist es seit 2018 wieder. Im März kürte seine Partei den früheren Bundestagsabgeordneten auch zum Spitzenkandidaten für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus.


Seine wichtigste Aufgabe ist es, die FDP bei der Wahl am 20. September zurück in das Landesparlament zu bringen. Bei der Wahlwiederholung im Februar 2023 war die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und aus dem Abgeordnetenhaus geflogen. Eine Rückkehr dürfte schwer werden: Umfragen im April und Anfang Mai sahen die FDP in Berlin bei drei oder vier Prozent.

Wahlprogramm

Auf ihrem Parteitag wollten die Delegierten auch über das FDP-Wahlprogramm beraten und abstimmen. Einige Schwerpunkte sind ein funktionierender Staat, mehr Wohnungsbau, mehr Freiräume für Unternehmer und Gründer, weniger Bürokratie und Regulierung, mehr Sauberkeit in der Stadt. 

«Diese Stadt braucht endlich wieder eine starke liberale Kraft», erklärte Meyer. «Dreieinhalb Jahre CDU-geführter Senat sind dreieinhalb verlorene Jahre für Berlin – zu wenig Reformen, zu wenig Tempo, zu wenig Mut.»