Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers will ein rechnerisch mögliches Bündnis mit Grünen und SPD im Blick behalten.
Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers will ein rechnerisch mögliches Bündnis mit Grünen und SPD im Blick behalten. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Berlin (dpa) – Der Berliner CDU-Landesvorstand nominiert Stefan Evers auf Vorschlag des Präsidiums einstimmig für den CDU-Fraktionsvorsitz im Abgeordnetenhaus. Aktuell ist Dirk Stettner CDU-Fraktionschef in Berlin. Außerdem sei die aktuelle Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, einstimmig für das Amt der Vize-Parlamentspräsidentin vorgeschlagen worden, teilte ein Parteisprecher der dpa nach einer Sitzung des Gremiums mit. 

Gleichzeitig bekräftigte die CDU ihre Bereitschaft für Gespräche mit anderen Parteien der «gesellschaftlichen Mitte». Allerdings hatte Evers – bisher Finanzsenator im schwarz-roten Senat – am Vormittag erklärt, dass in Sachen Regierungsbildung zunächst einmal die Linke am Zug sei. Die CDU-Fraktion kommt nach Angaben des Sprechers voraussichtlich am Donnerstag erstmals zusammen.


Bei der Wahl am Sonntag hatte die Berliner CDU nur 18,8 Prozent der Zweitstimmen erreicht und damit knapp 10 Prozentpunkte im Vergleich zu 2023 verloren. Das Ziel, die stärkste Partei zu werden, hat die bisher regierende CDU damit deutlich verpasst, die Linke gewann die Wahl klar mit 25,7 Prozent.