
Potsdam/Berlin (dpa/bb) – Das AfD-Bundesvorstandsmitglied Dennis Hohloch ist mit seiner Frau, der EU-Parlamentarierin Mary Khan, derzeit bei einem politischen Besuch in Pakistan. «Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Fragen der illegalen Migration nach Europa, der Terrorismusbekämpfung und der Sicherheitslage an der Grenze zu Afghanistan, aber auch der Schutz religiöser Minderheiten und rechtsstaatliche Fragen», sagte Hohloch der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Parlamentarischer Geschäftsführer der Brandenburger AfD-Landtagsfraktion und Bundesschriftführer der AfD. Die «Märkische Allgemeine» hatte zuvor über die Reise berichtet.
Khan, die der rechtspopulistischen Fraktion Europa der Souveränen Nationen angehört, hat einen familiären Bezug zu Pakistan – ihr Vater stammt von dort. Zu ihrer Delegation in Pakistan gehören auch die EU-Abgeordneten Tomasz Froelich (AfD) und Stanislav Stoyanov aus Bulgarien, die derselben Fraktion angehören.
Die Delegation traf in Islamabad unter anderem den Sprecher der pakistanischen Nationalversammlung, Sardar Ayaz Sadiq. «Pakistan leistet einen wichtigen Beitrag bei der Eindämmung illegaler Migration aus Afghanistan und im Kampf gegen den Terrorismus», schrieb Hohloch bei Instagram. «Gleichzeitig spielt das Land eine bedeutende Rolle für Frieden und Stabilität in der Region und auch im Nahen Osten.»
Landtagsabgeordneter Hohloch reist als Vorstandsmitglied
Hohloch ist als Vorstandsmitglied Teil der Delegationsreise der EU-Parlamentarier. Die AfD übernimmt die Kosten seiner Reise. «Die Reise wurde gegenüber der Bundesgeschäftsstelle ordnungsgemäß und rechtzeitig angemeldet – wie üblich im Bundesvorstand», teilte er auf Anfrage mit. Der Bundesvorstand erhalte einen Reisebericht – das sei eine Selbstverständlichkeit.
Pakistan gilt als Vermittler im Iran-Konflikt. Derzeit schwelt ein Konflikt zwischen Pakistan und Afghanistan. Die Regierung in Islamabad wirft den Taliban in Afghanistan vor, Terroristen zu beherbergen, die Anschläge in Pakistan verüben. Kabul weist die Vorwürfe zurück.
Auslandsreisen von AfD-Politikern sind teils umstritten. So hatte eine Reise von vier prominenten AfD-Politikern zum Wirtschaftsforum im russischen St. Petersburg im Juni Kritik der Bundesregierung ausgelöst. Die AfD-Politiker verteidigten ihre Anwesenheit.
