Die Polizei sucht mit Hunden nach einem seit drei Tagen vermisstem Mädchen in Berlin. (Symolbild)
Die Polizei sucht mit Hunden nach einem seit drei Tagen vermisstem Mädchen in Berlin. (Symolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa

Berlin (dpa) – Die Berliner Polizei hat eine aufwendige Suche nach einer vermissten 13-jährigen Schülerin aus Marzahn gestartet. Eingesetzt wurden dabei am Nachmittag im Osten Berlins auch Spürhunde, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Auch ein Hubschrauber überflog das Gebiet. 

Staatsanwaltschaft und Polizei schließen ein Verbrechen nicht aus. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte: «Es besteht der Anfangsverdacht für eine Straftat.» Weitere Angaben wollte er nicht machen. 


Polizei: Umfeld des Wohnhauses nicht freiwillig verlassen

Lisa T. wird seit Dienstag vermisst. «Es ist derzeit anzunehmen, dass sich Lisa nicht freiwillig aus ihrem häuslichen Umfeld entfernt hat», teilte die Polizei mit. Das Mädchen habe sein Wohnhaus am Dienstag gegen 7.20 Uhr verlassen, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Dort sei Lisa jedoch nicht angekommen.

Erinnerung an Verschwinden der 15-jährigen Rebecca 

Der Fall erinnert an das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus dem Stadtteil Britz im Berliner Bezirk Neukölln im Februar 2019. Bis heute wurden weder sie noch ihre Leiche gefunden. Die Polizei hatte in Brandenburg Suchtrupps mit hunderten Beamten, Hunde, Hubschrauber, Drohnen, Bagger, Boote und Taucher eingesetzt. Handydaten sowie Hunderte von Hinweisen wurden von der Polizei ausgewertet, aber vergeblich. 

Die Polizei verdächtigt den Mann ihrer Schwester, sie getötet zu haben. Der Mann bestreitet das. Seine Verteidigung äußerte sich mehrfach auf Anfragen nicht.