Die IG Metall hat die Mercedes-Beschäftigten in Ludwigsfelde zum Warnstreik aufgerufen. (Archivbild)
Die IG Metall hat die Mercedes-Beschäftigten in Ludwigsfelde zum Warnstreik aufgerufen. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Ludwigsfelde (dpa/bb) – Die IG Metall ruft die Beschäftigten von Mercedes-Benz und des Autozulieferers Gestamp in Ludwigsfelde zu einem zweistündigen Warnstreik auf. Am Montag werde man am Morgen am Mercedes-Werk mit der Aktion starten, sagte ein Sprecher der IG Metall. Die Gewerkschaft will damit ein Zeichen setzen, nachdem zuletzt im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie für Berlin und Brandenburg die dritte Verhandlungsrunde ergebnislos geendet war.

«Die Arbeitgeber halten weiterhin an ihrem Minus-Angebot fest und beschweren sich über die bisherigen Warnstreiks. Die Lösung des Tarifkonflikts besteht aber in einem vernünftigen Angebot der Arbeitgeberseite beim Entgelt», sagte der Sprecher. Solange ein solches Angebot ausbleibe, müsse der Druck steigen. 


Die IG Metall fordert für die rund 96.000 Beschäftigten in den beiden Bundesländern 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie die Sicherung von Jobs und Standorten.

Die Arbeitgeber legten in der zweiten Verhandlungsrunde ein bundesweit abgestimmtes Angebot vor, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und eine Tariferhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsieht. Begründet wurde die Offerte unterhalb der Inflation mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und hohen Kosten für die Industrie in Deutschland. Die IG Metall wies das Angebot bereits als unzureichend zurück.