Strobl konnte nicht nachvollziehen, dass der Schiedsrichter nicht zum Monitor ging.
Strobl konnte nicht nachvollziehen, dass der Schiedsrichter nicht zum Monitor ging. Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin (dpa) – Ein nicht gegebener Elfmeter in der Nachspielzeit hat beim VfL Wolfsburg nach der Niederlage im Zweitliga-Spitzenspiel bei Hertha BSC für mächtig Ärger gesorgt. «Für mich ist es ein klarer Elfmeter, was für mich völlig unverständlich ist, ist, dass er es sich nicht anschaut», sagte VfL-Trainer Tobias Strobl nach dem 1:2 beim Tabellenführer aus Berlin über die Entscheidung von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck.

«Und dann, wenn er so entscheidet, dann bin ich auf die Argumentation gespannt. Aber es sich nicht mal anzuschauen, das fand ich so ein bisschen fatal in diesem Moment, weil am Ende des Tages ist es ein Topspiel und da entscheiden genau diese Kleinigkeiten», sagte der 39-Jährige.


Was war passiert?

Nach mehr als 70 Minuten in Unterzahl drängten die Niedersachsen auf den Ausgleich. Kento Shiogai, der schon den Anschlusstreffer erzielt hatte, legte sich den Ball im Strafraum an Herthas Niklas Kolbe vorbei. Der Berliner traf Shiogai leicht am Bein, der Japaner ging zu Boden. Für ihre wütenden Proteste sahen Strobl und Shiogai die Gelbe Karte.

«Die Meinung war von ihm, dass es nicht genug war», erzählte Wolfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler über seinen Austausch mit dem Referee. «Aber wenn einer ihn so trifft, ist es mehr als genug, weil das ist dann entscheidend, dass er fällt. Die Situation kann ich nicht verstehen und muss sagen, irgendwann ist auch genug.»

Auch Hertha-Trainer Stefan Leitl ließ durchblicken, dass seine Mannschaft in der Situation etwas Glück hatte: «Ich glaube, wenn es Elfmeter gibt und er pfeift, brauchen wir uns nicht beschweren. Jetzt hat er nicht gepfiffen, es kommt kein Hinweis, dann ist es keine klare Fehlentscheidung und somit kein Elfmeter.»