Berlin (dpa/bb) – Für seinen Traum vom Profifußball musste Mekhi Gray schon früh auf vieles verzichten. Während Gleichaltrige ihre Jugend genossen, war der Alltag des Talents vom 1. FC Union Berlin von Training, Disziplin und Verzicht geprägt. «Ich habe oft Geburtstage von Freunden verpasst oder konnte abends nicht mit ihnen unterwegs sein, weil ich am nächsten Morgen früh Training hatte», sagte der 19 Jahre alte Offensivspieler im Interview mit dem rbb.
«Das tat weh, weil man natürlich Zeit mit seinen Freunden verbringen möchte.» Rückblickend bereue er die Entbehrungen aber nicht. «Im Nachhinein haben sich diese Opfer für mich gelohnt.»
Grays Ziel: «Ungefähr zehn bis 15 Tore pro Saison»
Das Unioner Eigengewächs feierte Mitte Oktober gegen die SV Elversberg sein Bundesliga-Debüt. Weitere Einsätze gegen Borussia Dortmund, den FC Augsburg und im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln folgten. Auch beim Spiel an diesem Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) beim SC Freiburg gehört der Teenager wohl mindestens zum Kader. «Ich möchte mich als Bundesliga-Stürmer etablieren und der Mannschaft helfen», sagte Gray. Sein persönliches Ziel seien «ungefähr 10 bis 15 Tore pro Saison».
Doch mit dem Aufstieg in den Profifußball wachsen auch die Erwartungen und der mentale Druck. Um damit besser umgehen zu können, setzt der Angreifer auf Unterstützung. «Wir haben einen Psychologen. Er arbeitet auch mit den Jugendmannschaften des DFB», berichtete Gray. «Wir haben feste Zeiten, zu denen wir miteinander sprechen. Ihn kenne ich schon lange und er hilft mir sehr, mental stark zu bleiben.»
