
Cottbus (dpa) – Trainer Claus-Dieter Wollitz packt bei Fußball-Zweitligist Energie Cottbus den eisernen Besen aus. Nachdem seine Mannschaft in den vergangenen Spielen nicht die erwarteten Auftritte hingelegte, will der 61-Jährige bisher gemachte Zugeständnisse wie etwa freie Tage streichen.
«Zugeständnisse mache ich gerne. Aber alles als selbstverständlich anzusehen, möchte ich nicht. Ich möchte, dass wir uns bewusst machen, dass wir uns das hart erarbeiten müssen», sagte Wollitz mit Blick auf das Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig am Freitag (18.30 Uhr/Sky). «Wenn Cottbus nicht als Mannschaft auftritt, dann wird es eng. Wir werden eine Mannschaft aufstellen, die konzentriert und diszipliniert auftritt», sagte der 61-Jährige.
Heimniederlage gegen Bochum wirkt nach
Besonders der Auftritt bei der 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Bochum am vergangenen Freitag drückte dem ehemaligen Profi aufs Gemüt. «Wir müssen gut und gemeinsam gegen den Ball arbeiten. Das haben wir am Freitag nicht gemacht.» So sei in der ersten Halbzeit nicht das umgesetzt worden, was er den Spielern mit auf den Weg gegeben habe. «Und die zweite Halbzeit war noch schlechter», sagte Wollitz, der alle in die Verantwortung nahm: «Wir haben die historische Chance, in der zweite Liga zu spielen. Dann dürfen wir nicht über solche Themen sprechen.»
Bayern-Auftritt bei Atletico als Vorbild
Als Vorbild dient dem Trainer der Auftritt von Bayern München im Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid. Trotz großer personeller Sorgen sei der Rekordmeister als Mannschaft aufgetreten. «Selbst Weltklassespieler waren sich nicht zu schade, nach hinten zu arbeiten», sagte Wollitz, der in Braunschweig auf Kapitän Axel Borgmann sowie Julian Guttau verzichten muss. Der Neuzugang wird längere Zeit ausfallen, wie eine MRT-Untersuchung ergab.
Gegen den punktgleichen Tabellennachbarn, der als 15. gerade noch über dem Strich steht, sei es deshalb ein besonderes Spiel – auch, um nicht auf einen Abstiegsplatz abzurutschen. Wollitz forderte deshalb einen besonderen Fokus: «Wir müssen unseren Weg wieder finden. Wir brauchen eine Grundordnung gegen den Ball.»