Der angehende Stollensommelier Philipp Fumfahr schnuppert an einem Stück Stollen.
Der angehende Stollensommelier Philipp Fumfahr schnuppert an einem Stück Stollen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Cottbus (dpa/bb) – Wie buttrig ist er, hat er einen Hauch von Zitrus und die typischen Stollengewürze wie Zimt und Kardamom? Philipp Fumfahr aus dem Spreewald ist einer der Bäckermeister, die Brandenburger Stollen vor der Weihnachtszeit einem kritischen Check unterziehen. Und das nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit der Nase. 

Der angehende Stollensommelier schnupperte intensiv und war Teil der traditionellen Stollenprüfung der Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung in Cottbus. Rund zehn Innungsbetriebe nahmen daran teil – mit 26 Stollen der unterschiedlichsten Sorten.


Sei es klassisch mit Rosinen oder mit Marzipan oder mit Mohn, bestäubt mit Puderzucker, pur oder gar mit Schokolade: Auch für das Publikum der öffentlichen Prüfung standen die Stollen zur Verkostung bereit. In einem großen U lagen sie auf Tischen mit weißen Decken – und jeder konnte seinen Lieblingsstollen küren.

Die Prüfung findet den Angaben zufolge nach den Richtlinien der DLG (Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft) statt und wurde «unter den strengen Augen des Sommeliers Maik Wegner vom Deutschen Brotinstitut e.V. und der Fachjury bestehend aus Bäckermeistern durchgeführt». Mit der öffentlichen Verkostung wolle man «eine gute Tat in der Vorweihnachtszeit vollbringen», heißt es von der Kreishandwerkerschaft Cottbus/Spree-Neiße.