Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen ab 2029 auf solche Geräte in Bussen, Trams und U-Bahnhöfen umstellen. (Archivbild)
Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen ab 2029 auf solche Geräte in Bussen, Trams und U-Bahnhöfen umstellen. (Archivbild) Foto: Christophe Gateau/dpa

Potsdam (dpa/bb) – Ticketautomaten im Brandenburger Nahverkehr könnten mittelfristig zum Teil abgeschafft werden. Man befasse sich mit der Frage, ob herkömmliche Fahrkartenautomaten in Bussen durch eine digitale Vertriebstechnik ersetzt werden könnten, teilte das Verkehrsministerium der «Berliner Zeitung» mit. «Dieses System wird gerade finanztechnisch geprüft.» 

Eine Möglichkeit wäre, dass man bei Beginn einer Fahrt mit dem Handy oder einer Bankkarte eincheckt und nach der Fahrt wieder auscheckt – der Preis würde dann automatisch berechnet. 


Die Sprecherin von Minister Robert Crumbach (SPD) sagte der «Berliner Zeitung»: «Fahrgäste müssten dann nicht mehr vorab am Automaten das passende Ticket auswählen. Damit verbindet sich die Chance, den Ticketkauf zu vereinfachen und den Vertrieb effizienter zu gestalten.» 

Etwas anders sind die Pläne der Berliner Verkehrsbetriebe, die ab 2029 auf ein kontakt- und bargeldloses System in Bus, Tram und den U-Bahnhöfen umstellen wollen. Fahrgäste sollen dann an kompakten Automaten mit Display – sogenannten Validatoren – ein Ticket aussuchen und mit Bankkarte, Smartphone oder BVG-Karte bezahlen können.

Automaten an Bahnhöfen sollen stehen bleiben

Die Sprecherin des Brandenburger Ministeriums betonte dem Bericht zufolge, dass Automaten an Brandenburger Bahnhöfen nicht abgeschafft werden sollten. Unter anderem müsse aber noch geprüft werden, wie Menschen ohne Zahlungskarte weiter unkompliziert ein Ticket kaufen könnten. Außerdem müssten die unterschiedlichen Bedingungen im Stadt- und Regionalverkehr berücksichtigt werden.

Zuvor hatte Crumbach bereits seine Unterstützung für die Idee eines bundesweiten digitalen Fahrscheinangebots für Gelegenheitsfahrer zum Ausdruck gebracht. Seine Sprecherin sagte: «Unabhängig vom Thema Deutschlandticket light: Ein kartengestütztes Check-in/Check-out-System und ein neuer Tarif für Gelegenheitsfahrer sind zwei unterschiedliche Fragen: Das eine betrifft den Zugang und die Abrechnung, das andere die Höhe und Berechnung des Fahrpreises.» Beide Themen müssten sinnvoll aufeinander abgestimmt sein. Details wie konkrete Tarife, ein möglicher Einführungstermin oder der Umfang einer Umstellung ließ das Ministerium offen.