
Berlin (dpa/bb) – Die Berliner Polizei stellt sich angesichts der Protestaufrufe der Initiative «Gen Z regelt» am Samstag auf einen Großeinsatz in der Hauptstadt ein. Rund 1.500 Polizistinnen und Polizisten werden nach Behördenangaben zusätzlich in der Stadt unterwegs sein. Die Polizei sieht Konfliktpotenzial wegen der Kombination von Protestaufrufen und der Halloween-Nacht, die regelmäßig in Berlin vermehrt zu Polizeieinsätzen führt. Die Sicherheitsbehörden rechnen aber nicht mit Plünderungen und haben nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse über gezielte Gewaltaufrufe.
Zwei Veranstaltungen sind im Kontext mit dem Jugendprotest angekündigt: Am Brandenburger Tor ist um 14.00 Uhr zeitgleich mit vielen weiteren Demos bundesweit eine Kundgebung geplant, zu der 10.000 Menschen erwartet werden. Diese ist wie mehr als 30 andere Versammlungen auf der offiziellen Website von «Gen Z regelt» aufgelistet.
Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende wollen unter anderem für Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit, Klimaschutz und gegen die Einführung einer Wehrpflicht auf die Straße gehen. Die Polizei sieht wenig Konfliktpotenzial. Anliegen der Veranstalter sei es, ihre Anliegen friedlich auf die Straße zu bringen, hieß es.
Konfliktpotenzial am Abend
Kritischer blickt die Polizei auf eine Demonstration mit dem Titel «Gen Z hat genug!», die um 17.30 Uhr am Rosenthaler Platz starten soll. 400 bis 500 Menschen werden erwartet, es könnten aber auch mehr werden. Der Veranstalter ist laut Polizei dem linken Spektrum zuzuordnen, auch Teilnehmer der propalästinensischen Szene werden erwartet. In der linksextremistischen Szene wird für die Proteste mobilisiert.