Seit Jahren wird nach einem geeigneten Endlager gesucht. (Archivbild)
Seit Jahren wird nach einem geeigneten Endlager gesucht. (Archivbild) Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Peine/Potsdam (dpa/bb) – In Brandenburg werden weiterhin Gebiete für ein mögliches Endlager für hoch radioaktive Abfälle untersucht. Dazu zählen kleinere Steinsalzgebiete in flacher und steiler Lagerung in den Landkreisen Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald, Potsdam-Mittelmark, Prignitz sowie Ostprignitz-Ruppin. Diese Gebiete sollten noch genauer betrachtet werden, teilte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mit.

Von den 90 Teilgebieten, die rund 54 Prozent der Bundesfläche umfassten, wurden nach und nach immer mehr ausgeschlossen. 2025 waren noch etwa 25 Prozent in der weiteren Prüfung; inzwischen untersucht die BGE weniger als fünf Prozent. Die verbliebenen Gebiete liegen in Süd- und Ostdeutschland sowie im Norden und Nordwesten. Die BGE bearbeitet keine Gebiete mehr in Sachsen, Hessen und Berlin. Rheinland-Pfalz und das Saarland waren schon zuvor aus der laufenden Suche ausgeschieden.


Rund 27.000 Kubikmeter hoch radioaktiver Abfälle lagern derzeit in 16 oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern. Gesucht wird ein Standort tief im Untergrund, an dem die Abfälle möglichst sicher eingeschlossen werden können – für eine Million Jahre. Bei den Salzstrukturen prüft die BGE unter anderem, wie mächtig sie sind, wie tief sie liegen und wie gleichmäßig das Gestein aufgebaut ist. Die aktuelle Endlager-Suche läuft seit 2017.