Igor Levit betont, Kunst müsse alles sagen dürfen. (Archivbild)
Igor Levit betont, Kunst müsse alles sagen dürfen. (Archivbild) Foto: Christoph Soeder/dpa

Berlin (dpa) – Starpianist Igor Levit hat ein eigenes Plattenlabel gegründet. Es heißt «No Silence». Auf der Internetseite des Labels schreibt der Musiker: «Unsere Welt kann nie genug Stimmen haben, die künstlerisch intervenieren». Er wolle ein Netzwerk schaffen, das Künstler dabei unterstützt, ihr eigenes Werk so selbstbewusst wie nur irgend möglich in die Welt hinauszutragen. «“No Silence“ ist nicht einfach Label, „No Silence“ ist Haltung. Für Schönheit, für Mut, gegen Konformismus, gegen Extremismus, für Menschlichkeit.»

Im «Tagesspiegel» sagte Levit: «Wir erleben einen Diskurszusammenbruch, was die Kunst angeht. Überall die Frage, welches Bild hängen darf, welches nicht. Was förderfähig ist, was nicht. Was man sagen darf, was nicht.» Aber: «Damit Kunst funktioniert, muss sie alles sagen dürfen.» 


Ihn interessiere das «Freie, Unbedingte, Explosive, zugleich Seriöse. Das suche ich auch bei Kollegen und das möchte ich mit „No Silence“ fördern», sagte der 1987 in der damaligen Sowjetunion geborene Musiker.

Das Label startet mit drei Veröffentlichungen:

  • Lukas Sternath, ehemaliger Schüler von Levit, mit Werken von Schubert und Liszt (Debütalbum)
  • Erik Saties «Vexations»
  • Beethovens «Eroica» in Franz Liszts Klaviertranskription, ergänzt um Schönbergs «Ode to Napoleon»