
Nuthetal/Eberswalde (dpa/bb) – Bert aus Brandenburg – ein deutschlandweit bekannter Elch mit GPS-Halsband – kann nach seinem Tod kein Präparat werden. «Leider ist der Elch nicht präparierbar», teilte die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Zustand seiner Haut sei zu schlecht. Deshalb habe ein Präparator entschieden, dass Bert kein lebensechtes Anschauungsobjekt werden könne.
Wildtierexperte Frank-Uwe Michler hatte den Elch für Forschungszwecke über einen GPS-Sender am Hals über Jahre begleitet – und darauf gehofft, dass er im Naturparkzentrum ausgestellt werden könnte. «Fast neun Jahre lang wussten wir praktisch jeden Tag, wo er sich aufhielt», sagte er nach seinem Tod vor einigen Wochen. Über die Zeit hinweg habe sich Bert «zu einem regelrechten Maskottchen» entwickelt.
Wildtierexperte hofft auf Nachbildung seines Kopfes mit Geweih
Der Schädel von Bert sei erhalten, sagte Michler. Möglicherweise sei ein Replikat – also eine Nachbildung – mit seinem Geweih möglich. Auch seine Läufe seien erhalten, so der Forscher. Die anderen Überreste des Tieres seien mittlerweile entsorgt worden. Der Elch habe dank Halsband für viele wissenschaftliche Erkenntnisse zum Leben von Elchen gesorgt.
Im Naturpark Nuthe-Nieplitz in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark hatte Bert eine dauerhafte Heimat gefunden. Er war wie bei Elchen üblich als Einzelgänger unterwegs. Zur Brunftzeit lebte er aber auf einer Rinderweide – dort war er im September tot mit schweren Verletzungen gefunden worden.