Trainer Claus-Dieter Wollitz
Trainer Claus-Dieter Wollitz Foto: Robert Michael/dpa

Cottbus (dpa) – Energie Cottbus geht nach der langen Länderspielpause mit viel Elan den Restart in der 2. Fußball-Bundesliga an. «Die Seele des Menschen ist wichtiger als jede Trainingseinheit», sagte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz vor dem Spiel bei Darmstadt 98 am Samstag (13.00 Uhr/Sky), «ich bin überzeugt, dass uns das gutgetan hat.»

Auch persönlich und dem Trainerstab gab die Pause Zeit, um Analysen sorgfältiger mit «viel mehr Ruhe und Gelassenheit» anzugehen und die weiteren Schritte vorzubereiten. Denn auch mit acht Punkten nach sechs Spieltagen ist der 61 Jahre alte Aufstiegstrainer zwar zufrieden, sieht aber noch viel Steigerungspotenzial: «Wir brauchen eine bessere Verlässlichkeit und Ordnung und müssen die individuellen Fehler abstellen.»


Auch bei der Fitness sieht der ehemalige Profi Verbesserungsbedarf angesichts der mutigen Spielweise. Ein zu passives Spiel würde dem Aufsteiger das Genick in der zweiten Liga brechen, darum habe Energie «keine andere Chance, als nach vorne zu spielen.» 

Cottbus noch sechs Jahre Abstiegskandidat

Allerdings glaubt Wollitz, dass nicht alle Probleme im Spiel in nur einer Saison gelöst werden können, sondern viel länger andauern werden: «Wir brauchen sechs Jahre, um zu sagen, wir sind kein Abstiegskandidat mehr.»

So sieht der Trainer auch bei den mit vier Zählern weniger auf dem letzten Rang rangierenden Hessen trotz qualitativer Abgänge im Sommer viel Substanz, auch wenn die abgegeben Topspieler nicht eins zu eins ersetzt werden können. «Wenn wir bestehen wollen, brauchen wir absolute Verlässlichkeit», sagte Wollitz, sieht aber zugleich einen Vorteil im Vergleich mit dem vorjährigen Aufstiegskandidaten. Während Darmstadt eine Woche im texanischen San Antonio weilte, hatten seine Spieler Zeit, daheim zu regenerieren.