Blick auf den Brandenburger Landtag. (Archivbild)
Blick auf den Brandenburger Landtag. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa

Potsdam (dpa/bb) – Immer mehr Bürger in Brandenburg sorgen sich einer Befragung zufolge zusehends um ihre Sicherheit. Insgesamt 81 Prozent fühlten sich unsicherer als noch vor fünf Jahren. Das ist eines der Ergebnisse des Brandenburg-Monitors auf Basis einer repräsentativen Forsa-Umfrage. Nur drei Prozent fühlten sich im Vergleich zu 2021 sicherer.

Vor allem die Sorge vor Krieg treibt viele Menschen um. 45 Prozent der Befragten sorgten sich vor solchen äußeren Bedrohungen. Dazu zählen etwa die weltpolitische Lage, die deutsche Sicherheitspolitik und die mangelnde Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr. Auch eine mögliche Gefährdung der Demokratie sorgt einige der Befragten. Darunter zählen die Studienmacher etwa «Extremismus und Radikalisierung» und die «Gesellschaftliche Spaltung und Verrohung».


Die große Mehrheit der Brandenburger scheine zu wissen, dass Demokratie und Freiheit verteidigt werden müssen, sagte Staatskanzleichefin Kathrin Schneider mit Blick auf die Umfrage. 

Gleichzeitig befürworten rund zwei Drittel der Befragten den Ausbau von Bundeswehrstandorten in Brandenburg. Ebenfalls zwei Drittel sprachen sich für die Ansiedlung von Unternehmen aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Brandenburg aus. Für den Ausbau der Bundeswehrstandorte sprach für 35 Prozent der Befürworter primär die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit, 16 Prozent sahen darin auch einen wirtschaftlichen Impuls.

Gegen den Ausbau sprach für 21 Prozent der Ausbaugegner eine erhöhte Kriegsgefahr durch Aufrüstung. 21 Prozent gaben an, dass das Geld womöglich an anderer Stelle fehle. Insgesamt wurden 1.088 Brandenburger von der Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen (Forsa) im Rahmen einer repräsentativen Online-Befragung vom 31. Juli bis 28. August 2026 befragt. Schwerpunktthema war diesmal Sicherheit, Resilienz und Krisenvorsorge.