
Potsdam (dpa/bb) – Ab heute erhebt Potsdam als einzige Stadt in Brandenburg eine Extra-Abgabe für Einwegbecher & Co. Die kommunale Verpackungssteuer tritt trotz viel Kritik aus der Wirtschaft in Kraft. Der Kaffee zum Mitnehmen und die Pommes auf die Hand dürften für Kunden teurer werden.
Für Einwegbecher, Teller oder Schalen beträgt die Verpackungssteuer jeweils 50 Cent, für Besteck 20 Cent.
Wirtschaftsverbände sehen Wettbewerbsnachteile, kritisierten einen hohen Aufwand und bezweifeln, dass sich damit Mehrweggeschirr durchsetzt. Die Stadt will mit der Verpackungssteuer Einwegmüll reduzieren und Mehrweg fördern.
Kontrollen vor Ort, um zu schauen, wie der Start der Verpackungsssteuer umgesetzt wird, gibt es nicht. «Es wird niemand durch die Geschäfte gehen und das prüfen», sagte eine Sprecherin der Stadt Potsdam. Die Einführung wurde um drei Monate verschoben, auch damit sich Unternehmen laut Stadtverwaltung auf die Umstellung vorbereiten konnten.
