
Magdeburg/Potsdam (dpa) – Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) hat auf Werbeversuche ihres Brandenburger Amtskollegen Jan Redmann um Polizeinachwuchs aus Berlin und Sachsen-Anhalt reagiert. «Polizistinnen und Polizisten dienen dem Staat und seinen Menschen. Sie dienen auch in Brandenburg keiner Partei», erklärte Zieschang. «Wer in Sachsen-Anhalt für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ohne Ansehen der Person, deren Geschlecht, Religion und Herkunft eintritt, gestaltet die Zukunft unseres Landes mit.»
Redmann sagte auf dem Instagram-Kanal des Ministeriums: «Du kommst aus Berlin oder Sachsen-Anhalt, möchtest Polizist werden und sorgst dich gerade um die politische Zukunft in deinem Heimatland? Dann schau mal nach Brandenburg.»
Brandenburg sucht mehr Polizeipersonal
Bei Instagram schrieb das Innenministerium in Potsdam: «Die einen stellen die Polizei infrage. Wir stellen die Polizei noch besser auf!» Redmann verwies darauf, dass sich Polizisten noch bis 31. Dezember für die Einstellung zum April 2027 bewerben können.
Brandenburgs Landesregierung möchte das Polizeipersonal aufstocken. Laut Innenministerium soll die Landespolizei auf 9.000 Stellen ausgebaut werden. Brandenburg sucht jährlich 440 Anwärter für den Polizeidienst.
In Sachsen-Anhalt wurden laut dem Innenministerium in diesem Jahr an der Fachhochschule Polizei insgesamt 480 neue Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter in den Dienst der Landespolizei gestellt. Das seien deutlich mehr gewesen als die ursprünglich geplanten 400 Polizeianwärterinnen und -anwärter.