Die Leitung konnte laut Feuerwehr erst nach Stunden geschlossen werden.
Die Leitung konnte laut Feuerwehr erst nach Stunden geschlossen werden. Foto: Sven Kaeuler/dpa

Berlin (dpa/bb) – Unterspülte Straßen, vollgelaufene Keller, ein geräumtes Wohnhaus: Der Einsatz wegen einer gebrochenen Wasserleitung in Berlin-Siemensstadt ist nach 21 Stunden beendet worden. 142 Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz, um unter anderem Keller leer zu pumpen und eine Gasleitung zu schließen. Um 22.53 Uhr am Dienstagabend war die Einsatzstelle unter Kontrolle und wurde an die Wasserbetriebe übergeben, wie die Feuerwehr mitteilte.

Wieso das Wasser austrat, werde aktuell noch untersucht, hieß es von einer Sprecherin der Berliner Wasserbetriebe. Informationen zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor.


In der Nacht zuvor waren am Wernerwerkdamm über mehrere Stunden mehr als eine Million Liter Wasser ausgelaufen. Dies betraf laut Feuerwehr ein Industriegebäude und 14 Keller, wo das Wasser teilweise bis zur Kellerdecke gestanden habe. Prüfstatiker und das zuständige Bauamt prüften die Sicherheit der betroffenen Gebäude, wie es hieß. Demnach kamen sie zu dem Ergebnis, dass diese nicht einsturzgefährdet seien. 

Strom und Wasser teilweise unterbrochen – Wohnhaus geräumt

Ein fünfstöckiges Wohnhaus im Hefnersteig sei für unbewohnbar erklärt und daraufhin geräumt worden. Diejenigen, die nicht bei Freunden oder Verwandten bleiben konnten, wurden vom Bezirksamt in einem nahegelegenen Hotel untergebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Die weiteren Bewohner konnten in ihren Häusern bleiben.

Aufgrund der Lage sei in mehreren Straßenzügen zwischenzeitlich der Strom und die Wasserversorgung unterbrochen worden. 1.200 Anwohner waren nach Feuerwehrangaben davon betroffen. Laut einer Sprecherin der Wasserbetriebe hat lediglich das Industriegebäude am Warnwerkdamm, wo das Wasser austrat, weiterhin weder Strom noch Wasser.

Gasversorger musste Zugang zur Leitung graben

Da ein Tor einer Werkszufahrt unterspült wurde und abzusacken drohte, musste eine Gasleitung unter dem Tor abgequetscht werden. Dies dauerte der Feuerwehr zufolge lange, weil der Gasversorger einen Zugang zu Leitung graben musste. Wegen der Gefahr, das Gas austreten könnte, sei ein Sperrkreis errichtetet worden, der am späten Abend wieder aufgehoben wurde.