Jüngst waren bei einem Cyberangriff auf das Datennetz der Berliner Verwaltung große Mengen an Daten gestohlen worden. (Symbolbild)
Jüngst waren bei einem Cyberangriff auf das Datennetz der Berliner Verwaltung große Mengen an Daten gestohlen worden. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Potsdam (dpa/bb) – Nachdem die Landeshauptstadt Potsdam wegen eines IT-Sicherheitsproblems vorsichtshalber einige Online-Dienste vom Netz genommen hat, sind sie wieder erreichbar. Hintergrund war eine weltweite Sicherheitslücke in einem IT-Programm, wie die Stadt mitteilte. «Nach umfangreicher Überprüfung gehen wir derzeit davon aus, dass keine Daten abgeflossen sind. Auch sonst konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden.»

Folgende Dienstleistungen waren im Internet kurzzeitig nicht erreichbar: Terminverwaltung, Einwohner-Meldeabfrage, KfZ-Dienste, Gewerbeanmeldungen, Kita-Portal, Geo-Portal und das Ratsinformationssystem sowie einzelne Webseiten wie etwa die der Volkshochschule. Kurz darauf hieß es: «Die Lücke des Herstellers im Programm konnte erfolgreich geschlossen werden.»


Zuletzt hatte im August ein Cyberangriff auf Teile des Datennetzes der Berliner Verwaltung für Aufsehen gesorgt. Eine Hacker-Gruppe erpresste das Land und forderte 30 Bitcoins, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Senat zahlte nicht, die Cyberkriminellen veröffentlichten mindestens 1,2 Millionen Datensätze nach Ablauf ihres Ultimatums im Darknet, einem nicht ohne Weiteres zugänglichen Teil des Internets.