
Berlin (dpa/bb) – Die Berliner Grünen wollen ihre Parteimitglieder vor einer möglichen Regierungsbildung eng einbinden. «Nach erfolgreichen Sondierungen wird ein Landesausschuss (kleiner Parteitag) über die Ergebnisse beraten und über den Einstieg in Koalitionsverhandlungen entscheiden», hieß es in einer Mitteilung des Berliner Landesverbandes der Grünen.
Die Grundlage für eine stabile Regierung müsse ein Koalitionsvertrag sein. «Dieser Koalitionsvertrag und auch das Personal, das für uns in der Regierung Verantwortung tragen wird, muss von der gesamten Partei getragen sein», teilten die Grünen mit.
Die Ergebnisse nach den Koalitionsverhandlungen wolle man daher mit der gesamten Partei diskutieren, um anschließend die Mitglieder der Partei zu fragen: «Will sie diese Koalition und will sie uns mit unserem Personalvorschlag folgen?»
Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am vergangenen Sonntag ist die Linke mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. Sie strebt Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD an. Die Grünen waren mit Ambitionen in den Wahlkampf gestartet, den Regierenden Bürgermeister zu stellen, erreichten bei der Wahl am Sonntag aber nur 14,3 Prozent.
