Potsdam (dpa/bb) – Einer der eindrücklichsten Bäume im Park Sanssouci steht vor der Fällung. Die Rotbuche am Fuße des Schlosses Sanssouci unterhalb der Terrassenanlage ist «schwer geschädigt», sagte ein Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Schuld seien «holzzersetzende Pilze», so dass die Maßnahme zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit erforderlich sei. Für die Fällung steht laut dem Sprecher noch kein Termin fest.
Die Rotbuche zählt zu den dicksten Exemplaren ihrer Art in ganz Brandenburg. Vor vier Jahren hatte sie einen Umfang von über sechs Metern, der in einer Höhe von 1,30 Metern gemessen wurde, wie es vom Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald 2022 hieß. Gepflanzt hat sie nach Angaben des Vereins Mitte der 1840er Jahre Gartendirektor Peter Joseph Lenné. Die Rotbuche stammt demnach vermutlich aus einer von Lenné gegründeten Landesbaumschule.
Die Rotbuche verdankt ihren Namen nicht der Färbung ihrer Blätter, sondern dem leicht rötlichen Holz. Die Trockenheit schwächte zuletzt viele der Bäume und machte sie anfällig für den Befall durch andere Organismen wie Käfer und Pilze. In Deutschland sind laut der Baum-des-Jahres-Stiftung Bestände deshalb bereits großflächig abgestorben.
