
Berlin/Potsdam (dpa) – Brandenburgs Ministerpräsident und Sportminister sind enttäuscht über die zurückgezogene Olympia-Bewerbung Berlins. «Schade, dass das olympische Feuer vorerst nicht in Berlin entfacht wird», teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit. Das Konzept «Berlin+» sei ein Zeichen für Teamgeist über Ländergrenzen hinweg gewesen.
«Olympische und Paralympische Spiele hätten wichtige Impulse für den Sport, für sportbegeisterte Menschen jeden Alters und für die Entwicklung der Region Berlin-Brandenburg geben können», meinte Minister Gordon Hoffmann (CDU). Gern hätte er die Entscheidung im offiziellen Verfahren des Deutschen Olympischen Sportbundes am Samstag abgewartet.
Woidke: «Holen wir die Olympischen Spiele nach Deutschland»
Die Metropole wollte sich mit dem Konzept «Berlin+» gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Hinter München und Köln-Rhein-Ruhr galt sie aber nur noch als Außenseiter. Bis zu sechs Millionen Euro waren für die Bewerbung eingeplant.
«Mein Dank gilt allen, die mit großem Engagement an Berlin+ gearbeitet haben – insbesondere den beteiligten Kommunen und Sportstätten in Brandenburg», sagte Hoffmann. Jetzt richte sich der Blick auf die verbleibenden deutschen Bewerbungen. «Ich wünsche ihnen viel Erfolg und drücke die Daumen, dass Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland kommen.» Woidke sieht das ähnlich: «Holen wir die Olympischen Spiele nach Deutschland.»
