Die Bundestags-Fraktionschefin der Linken äußert sich auch zur Anwesenheit eines bekannten Clan-Mitglieds bei einer Linken-Wahlparty. (Archivbild)
Die Bundestags-Fraktionschefin der Linken äußert sich auch zur Anwesenheit eines bekannten Clan-Mitglieds bei einer Linken-Wahlparty. (Archivbild) Foto: Jan Woitas/dpa

Berlin (dpa) – Die Linke-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Heidi Reichinnek, hat Antisemitismus-Vorwürfe gegen ihre Partei zurückgewiesen. Es gebe zu dieser Frage eine klare Positionierung der Linken, sagte sie im Deutschlandfunk. «Es gibt eine rote Haltelinie. Und wer die überschreitet, hat in dieser Partei nichts verloren.»

Die Berliner Linke oder zumindest Teile von ihr stehen wegen ihrer Positionen zum Nahostkonflikt und zum Antisemitismus immer wieder in der Kritik. Die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp hatte am Sonntag die Wahl zum Abgeordnetenhaus mit großem Vorsprung vor der CDU gewonnen. 


«Die Menschen in Berlin haben die Politik der Landesregierung, aber auch der Bundesregierung abgewählt. Sie wollen einen Politikwechsel. Sie wollen eine starke soziale Partei mit bezahlbaren Mieten. Und das gibt es halt eben nur mit der Linken», sagte Reichinnek. «Elif Eralp gehört ins Rote Rathaus.»

Gefragt, was es über die Linke aussage, dass ein bekanntes Clanmitglied bei einer Wahlparty aufgetaucht war, antwortete Reichinnek: «Es sagt aus, dass diese Wahlpartys nicht mit Gästeliste funktionieren, sondern jeder hinkommen kann.» Der Mann sei sofort weggeschickt worden. Die Partei habe deutlich gemacht, dass sie mit ihm und seinem Clan nichts zu tun haben wolle. «Aber wie gesagt: Wir haben ja unsere Wahlpartys jetzt nicht mit Zäunen gesichert.»