Berlin (dpa/bb) – 2,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner sind zur Wahl eines neuen Abgeordnetenhauses aufgerufen. Mehr als 2.500 Wahllokale öffneten um 8.00 Uhr, eine Stimmabgabe dort ist bis 18.00 Uhr möglich. Danach wird ausgezählt. Dabei werden auch die per Briefwahl abgegebenen Stimmen einbezogen. Bis zu 40.000 Wahlhelfer sind im Einsatz, um für eine ordnungsgemäße Wahl zu sorgen.
17 Parteien treten mit eigenen Listen an – das sind nur halb so viele wie bei der Wiederholungswahl vor dreieinhalb Jahren. Erstmals dürfen 16- und 17-Jährige über die Zusammensetzung des Landesparlaments mitentscheiden.
Spannung garantiert
Umfragen sagen ein knappes Rennen um das Rote Rathaus voraus. In den jüngsten Erhebungen lieferten sich die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp und die CDU mit Spitzenkandidat Stefan Evers ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Es folgten AfD, Grüne und die SPD. Umfragen sind allerdings keine Wahlergebnisse. Zuletzt gab es laut den Demoskopen noch viele unentschlossene Wähler.
Seit der Wiederholungswahl 2023 regieren der damalige Sieger CDU und die SPD zusammen. Nach der Wahl bekommt Berlin auf jeden Fall einen neuen Regierenden Bürgermeister oder eine neue Regierende Bürgermeisterin. Amtsinhaber Kai Wegner (CDU) verzichtete im Juli auf die Spitzenkandidatur, weil er beim großen Stromausfall Anfang des Jahres im Berliner Südwesten falsche Angaben über sein Krisenmanagement gemacht hatte und deshalb anhaltend in der Kritik stand.
Gewählt werden auch die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen in der Hauptstadt. Hier sind gut 2,7 Millionen Menschen wahlberechtigt, weil auch in Berlin lebende EU-Ausländer abstimmen dürfen.

