
Berlin (dpa/bb) – Wenige Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am kommenden Sonntag macht Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius Wahlkampf für die SPD. Er nimmt zunächst im Wahlkreis von SPD-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey in Rudow an einer Veranstaltung teil. Dabei soll es um Sicherheit und Verteidigung gehen.
Anschließend besucht Pistorius gemeinsam mit SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach den Resilience Technology Campus Marienpark in Mariendorf. Im Gespräch mit Unternehmen und Start-ups stehen sogenannte Resilienztechnologien im Mittelpunkt. Am Standort arbeiten Fachleute an Schutzmaßnahmen für kritische Infrastruktur, außerdem an Sicherheitssystemen für Rechenzentren und Technologien zur Drohnenabwehr.
Die SPD muss sich im Wahlkampf für die Wahl zum Abgeordnetenhaus mächtig strecken. In zwei aktuellen Umfragen im Auftrag von ARD und ZDF lag die Partei zuletzt mit 10 bis 12 Prozent abgeschlagen auf Platz fünf. Zudem sieht sich Spitzenkandidat Krach seit einigen Tagen mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover konfrontiert, die mit seiner früheren Tätigkeit als Regionspräsident in Hannover zu tun haben.
Nach Angaben der Ermittler geht es unter anderem um den Anfangsverdacht der Vorteilsannahme in zwei Fällen. Krach wies alle Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.
