Rathenow (dpa/bb) – Beim Christopher Street Day (CSD) haben sich in Rathenow (Landkreis Havelland) nach Polizeiangaben rund 350 Menschen versammelt. Die Veranstaltung sei störungsfrei verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei. Bei der angekündigten Gegendemo waren es laut Polizei weniger als 40 Teilnehmer. Der Gegenprotest wurde frühzeitig beendet.
In den sozialen Netzwerken rief die Gruppe «Deutsche Patrioten Voran» (DPV) zu dem Gegenprotest auf. Man wolle «gemeinsam friedlich gegen den „CSD“ in Rathenow» protestieren, hieß es in einem Instagram-Post. «Schwarz Rot Gold ist bunt genug.» Die Gruppe wird im Brandenburger Verfassungsschutzbericht 2025 erwähnt. Die Mitglieder werden dem «gewaltorientierten subkulturellen Neonationalsozialismus» zugeordnet.
Der CSD soll an die Rechte queerer Menschen erinnern. Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

