
Berlin (dpa/bb) – In der Sommersaison der Berliner Freibäder ist die Polizei zu 391 Einsätzen gerufen worden. Grund für die allermeisten dieser Einsätze waren Diebstähle in einem Freibad, davor oder in unmittelbarer Nähe, wie die Polizei auf eine Anfrage mitteilte.
Unter den Delikten im Zeitraum vom 1. Mai bis 23. August gab es aber auch Körperverletzungen (39 Fälle), Hausfriedensbruch (21 Fälle), Betrug (20 Fälle) und Beleidigungen (12 Fälle). Dazu kamen Fälle von Verkehrsdelikten vor den Bädern, Sachbeschädigungen, Streitigkeiten, Drogen, Belästigungen und Lärm.
Aufgelistet wurden 20 Bäder. Die meisten Polizeieinsätze (52) gab es im Kreuzberger Prinzenbad, wo jedes Jahr auch am meisten Besucher gezählt werden. Es folgten das Sommerbad am Insulaner und das Columbiabad in Neukölln, beide mit 35 Polizeieinsätzen. Dann kamen das Freibad in Pankow (32) und das Strandbad Wannsee (29).
Hohe Kosten für Sicherheit
Bei diesen Zahlen muss man beachten, dass die Bäder im vergangenen Jahr rund 1,4 Millionen Besucher verzeichneten, 2024 waren es sogar rund 1,9 Millionen. Und auch in diesem Jahr liegt die Zahl im Millionenbereich.
Weil es in früheren Jahren an heißen Wochenende öfter Schlägereien und Tumulte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gab, bezahlten die Bäder pro Saison zum Teil rund zwei Millionen Euro allein für private Wachleute. Außerdem wurden Ausweiskontrollen an den Eingängen eingeführt, Zäune erhöht, Videokameras aufgebaut und kostenlose Sportangebote eingerichtet.
