11.000 Menschen haben sich nach Veranstalterangaben an einer Demo für bezahlbare Mieten in Berlin beteiligt.
11.000 Menschen haben sich nach Veranstalterangaben an einer Demo für bezahlbare Mieten in Berlin beteiligt. Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlin (dpa/bb) – Rund 11.000 Menschen haben sich nach Veranstalterangaben an der Demonstration «Her mit den Wohnungen, Runter mit den Mieten» in Berlin-Mitte beteiligt. Menschen aller Altersgruppen liefen mit, auch Familien mit Kindern. Angemeldet waren 20.000 Teilnehmer. Die Polizei machte keine Angabe zur Teilnehmerzahl.

Rund zwei Wochen vor der Wahl in Berlin zogen die Demonstranten am Nachmittag vom Roten Rathaus über den Boulevard Unter den Linden, Friedrichstraße, Leipziger Straße zurück zum Roten Rathaus. Auf Transparenten standen Slogans wie «Eure Mieten sind doch Mondpreise», «Enteigner enteignen» und «Hands off our homes» (Hände weg von unseren Wohnungen). 


Die Veranstalter vom Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn fordern Wohnraum für alle, die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne, einen Mietendeckel, die Abschaffung von Eigenbedarfskündigungen und Zwangsräumungen sowie kommunalen, ökologischen Neubau.

«Eine private Neubauwohnung kostet in Berlin im Schnitt 20 Euro pro Quadratmeter. Das können sich nur noch die oberen fünf Prozent der Bevölkerung leisten», teilte Kim Meyer vom Bündnis mit. Obendrein würden die extremen Neubaumieten langfristig den Mietspiegel heben.