Ob Nyara Sabally auch gegen Japan spielt, ist noch unklar.
Ob Nyara Sabally auch gegen Japan spielt, ist noch unklar. Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin (dpa) – Den ernüchternden WM-Auftakt gegen Spanien hakten die deutschen Basketballerinnen noch in den Katakomben der Berliner Uber Arena ab. «Man will enttäuscht sein, darf man aber nicht», sagte Anführerin Leonie Fiebich nach der schwachen Leistung beim 53:83 gegen Vize-Europameister Spanien. «Regenerieren, essen, schlafen und dann voller Fokus auf Japan», gab Fiebich die Marschroute bis zum zweiten Vorrundenspiel in der Max-Schmeling-Halle an diesem Samstag (18.00 Uhr/ProSieben Maxx) aus.

Gegen die Asiatinnen, die zum Auftakt 102:97 gegen Mali gewannen und mit 20 verwandelten Dreipunktwürfen einen WM-Rekord aufstellten, wird sich die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes deutlich steigern müssen. Beim mit Spannung erwarteten Auftaktspiel gegen Spanien lief weder defensiv noch offensiv etwas zusammen. «Das sind Wachstumsschmerzen», bilanzierte Bundestrainer Olaf Lange. «Wir haben ein neues Spielsystem, sind noch nicht lange zusammen. Das braucht Zeit.»


Blick nach vorn

Zeit, die sie bei dieser WM nicht haben. Nach dem Japan-Spiel ist am Sonntag spielfrei, ehe es am Montag gegen Mali geht. Am Dienstag beginnt dann bereits die K.o.-Runde, bei der Deutschland unbedingt dabei sein will. «Die WM ist noch nicht vorbei. Das muss nach Mitternacht abgehakt sein und dann müssen wir mit voller Energie gegen Japan spielen», sagte Frieda Bühner.

Ob Nyara Sabally dann dabei ist, ließ Lange noch offen. «Es kann sein, dass sie gegen Japan nicht spielen wird und dann erst wieder gegen Mali», sagte Lange. «Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir sie im weiteren Turnierverlauf regelmäßiger sehen werden.»

Die jüngere der beiden Sabally-Schwestern hatte vor der WM rund drei Wochen wegen Wadenproblemen pausieren müssen und war erst im letzten Moment für die WM fit geworden. Satou Sabally fehlt dem deutschen Team dagegen wegen der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung.