
Berlin (dpa) – Rund zweieinhalb Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus liegt die CDU in einer Wahlumfrage des Umfrageinstituts Infratest dimap leicht vorn – aber drei Parteien folgen knapp dahinter. Der repräsentativen Befragung im Auftrag des RBB zufolge käme die CDU auf rund 21 Prozent.
Die Linke würde demnach 19 Prozent erreichen. Die Grünen und die AfD liegen mit jeweils 18 Prozent gleichauf. Dahinter folgen die SPD mit 11 und das BSW mit 4 Prozent.
Zweierbündnisse sind damit nicht möglich. Rechnerisch denkbar wären etwa Koalitionen aus CDU, Grünen und SPD oder mit Linken, Grünen und SPD. Derzeit regiert eine CDU/SPD-Koalition.
Kein herausragender Spitzenkandidat
Bei der Frage, welchen Spitzenkandidaten die Befragten am liebsten in einer Direktwahl zum Regierenden Bürgermeister ernennen würden, konnte kein Kandidat bei der Umfrage richtig überzeugen. 54 Prozent der Befragten gab an, diese Frage nicht beantworten zu können oder machte keine Angaben.
CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers und die Linken-Politikerin Elif Eralp kamen jeweils auf 13 Prozent. Steffen Krach von der SPD erhielt neun Prozent, AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker sieben und der Grüne-Spitzenkandidat Werner Graf vier Prozent.
Top-Thema: Miete
Wichtigstes Thema war für die Befragten der Wohnungsmarkt in der Stadt – samt hoher Mietkosten und fehlender Wohnungen. 32 Prozent der Befragten gaben entsprechend «Wohnen/Mieten» als drängendstes politisches Problem an. Andere Themen folgten nach Angaben des RBB mit weitem Abstand.
Verkehrs- und Mobilitätsprobleme waren für acht Prozent der Befragten am wichtigsten. Die Themen rund um «Flüchtlinge/Einwanderung» sowie «Innere Sicherheit/Kriminalität» kamen auf zehn beziehungsweise neun Prozent.
Rund 1.300 Menschen Ende August befragt
Für die Umfrage wurden zwischen dem 27. und dem 31. August insgesamt 1.279 Menschen telefonisch und online befragt. In Berlin wird am 20. September ein neues Landesparlament gewählt.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.