An einem Umspannwerk wurden Sprengvorrichtungen in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde gefunden. (Archivbild)
An einem Umspannwerk wurden Sprengvorrichtungen in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde gefunden. (Archivbild) Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Turnow-Preilack (dpa) – An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind nach dpa-Informationen Sprengvorrichtungen gefunden worden. Das Landeskriminalamt Brandenburg hat die Ermittlungen übernommen. Vieles ist noch unklar.

Was wir wissen

  • Es handelt sich laut Polizei um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen.
  • Am Morgen gegen 8.00 Uhr wurde demnach eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt.
  • Entschärfer sind vor Ort und Spuren werden gesichert. 
  • Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz spricht von einer «kurzzeitigen Leitungsunterbrechung». Die allgemeine Stromversorgung sei derzeit nicht beeinträchtigt.
  • Nach Angaben des Energieunternehmens Leag kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk Jänschwalde. Ein Zusammenhang werde geprüft.
  • Es gibt laut Polizei keine Auswirkungen auf die Bevölkerung.

Was wir nicht wissen

  • Wer die Spreng- und Brandvorrichtungen am Umspannwerk Turnow-Preilack angebracht hat und welches Motiv die Täter hatten, ist bislang nicht bekannt. 
  • Unklar ist auch, es ein Anschlag war. Offizielle Angaben dazu fehlen.
  • Ob es Detonationen gab und ob die Sprengvorrichtungen entschärft wurden, ist noch nicht bekannt.
  • Es wird geprüft, ob das Kraftwerk getroffen werden sollte.
  • Ebenso unklar ist, ob es Zusammenhänge zu Anschlägen auf die Stromversorgung im Südwesten Berlins und an der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin gibt.