Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert seit Jahren, dass viele Spitzenpolitiker bei der Wahl ihrer Dienstwagen nicht auf die Folgen für das Klima achten. (Symbolbild).
Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert seit Jahren, dass viele Spitzenpolitiker bei der Wahl ihrer Dienstwagen nicht auf die Folgen für das Klima achten. (Symbolbild). Foto: Jens Kalaene/dpa

Berlin (dpa/bb) – Die Berliner Senatorinnen und Senatoren setzen bei ihren Dienstwagen wie schon in den Jahren zuvor fast ausschließlich auf Elektromotoren. Wie aus dem neuen Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe hervorgeht, sind lediglich der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) mit Verbrennerfahrzeugen unterwegs. Das dürfte auch daran liegen, dass beide in sondergeschützten Fahrzeugen zu ihren Terminen gefahren werden.

In der Landesregierung Brandenburgs werden dagegen die Elektroautos weniger. 2024 waren noch fünf Minister und Ministerinnen mit reinen E-Autos unterwegs, 2025 zwei – und 2026 nur noch eine. Wissenschaftsministerin Manja Schüle ist die einzige im Landeskabinett, die rein elektrisch zu ihren Terminen fährt. Sechs Minister sind mit Plug-In-Hybriden aufgelistet, vier mit Diesel-Autos. Zu den Diesel-Fahrzeugen gehören auch die Limousine von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Innenminister Jan Redmann (CDU). Beide nutzen einen sondergeschützten Audi A8.


Im Berliner Senat hat sich im Vergleich zum Vorjahr am Anteil der Elektroautos nichts geändert. In einer Rangliste der Umwelthilfe landet die Hauptstadt auf dem ersten Platz aller Bundesländer. 

Auffällig: Unter allen Mitgliedern der Landesregierungen nutzen nur zwei gar keinen Dienstwagen. Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) gab kein Fahrzeug an, Bremens Umweltsenatorin Henrike Müller (Grüne) nutzt laut der Umwelthilfe ein Dienstrad. 

Vergleich schwierig

Die Zahlen der Umwelthilfe sind nur bedingt mit anderen Statistiken vergleichbar. Die DUH berechnet für jedes Auto einen sogenannten realen CO2-Ausstoß. Vor allem bei den vielen Plug-In-Hybriden unter den Dienstfahrzeugen ist aber unklar, über wie viele Kilometer sie mit elektrischer Energie oder mit Kraftstoff genutzt werden. Zudem ist für jeden Spitzenpolitiker nur ein Fahrzeug aufgelistet, manchen stehen aber mehrere Autos zur Verfügung.