Wer die partielle Mondfinsternis sehen will, muss am Freitag früh aufstehen und auch etwas Glück haben. (Archivbild)
Wer die partielle Mondfinsternis sehen will, muss am Freitag früh aufstehen und auch etwas Glück haben. (Archivbild) Foto: Thomas Warnack/dpa

Berlin (dpa/bb) – Kurz nach der spektakulären Sonnenfinsternis vom 12. August können sich Astronomie-Begeisterte in Berlin und Brandenburg schon auf das nächste Himmelsereignis freuen: Am frühen Freitagmorgen kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis. Wann und wo ist diese am besten zu sehen?

Sternenwarte in Berlin öffnet Terrasse

Um die Mondfinsternis genießen zu können, kommt es laut Monika Staesche aus dem Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin auf die drei Ks an: «Koffein, klares Wetter und eine gewisse kinetische Energie, damit man aus dem Bett kommt.» 


Die größte Herausforderung sind nach ihren Worten die Wolken. In Berlin und dem südlichen Brandenburg sehe es bislang nicht schlecht aus, dass der Mond zu sehen sein werde. Da der Erdbegleiter sehr tief stehen werde, benötige man auch einen freien Blick Richtung Südwesten und Westen.

Ab 3.22 Uhr beginnt das Ereignis, richtig gut zu sehen soll es in Berlin ab 4.33 Uhr sein, die maximale Verfinsterung ist von Berlin aus um 6.12 Uhr erreicht. Die Wilhelm-Foerster-Sternenwarte am Insulaner öffnet ab 4.30 Uhr ihre Terrasse.

Schönste Beobachtungszeit in Brandenburg ab 5.00 Uhr

Der Leiter des Urania-Planetariums in Potsdam, Simon Plate, empfiehlt, ab 5.00 bis 5.30 Uhr in Brandenburg in den Himmel zu schauen: «Dann ist der Himmel noch nicht so hell, und der teils verfinsterte Mond hebt sich besser vom Hintergrund ab.» Beobachten könne man das Ereignis mit dem bloßen Auge, aber mit einem Fernglas oder einem kleinen Fernrohr lasse es sich noch detailreicher verfolgen.

Das passiert bei einer Mondfinsternis

Bei der partiellen Mondfinsternis schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. So wandert die Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird verfinstert. In diesem Fall tauchen 93 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche in den Schatten ein.